Braunschweig ...vor Ort - Sendung vom 19. Juni 2007 TV38... Fernsehen zwischen Harz und Heide
18.05.2012 | 04:20 Uhr
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Braunschweig ...vor Ort - Sendung vom 19. Juni 2007

Braunschweig ...vor Ort - Sendung vom 19. Juni 2007

Unser Themenüberblick für die Sendung vom 19.06.2007:

Honorarprofessur – Dr. Gerd Biegel wurde zum Honorarprofessor an der TU bestellt

Umwelt – Braunschweigs Wissenschaftler und ihre Umweltprojekte

Einsatzbereitschaft – das Technische Hilfswerk stellte in Wolfenbüttel seine Leistungsfähigkeit vor

Rhythmus – ein Informatik-Student aus Braunschweig bereichert die Musikszene

Rhythmus die zweite – Salu und seine Band gaben ein Konzert im Gemeinschaftshaus Weststadt

Traumtanz – in der Nähe von Wolfenbüttel hielt fernöstliche Tradition Einzug

Blütenträume – in Braunschweig lief bis zum 17. Juni die Woche der Botanischen Gärten

Impressionen – Stadt und Schloss Wernigerode laden zum Träumen ein...

Unverhüllt – eine Ausstellung in Goslars Stubengalerie widmet sich dem Thema „Akt“


Honorarprofessur:

Und natürlich haben wir auch wieder Nachrichten und Informationen in Kurzform für Sie in der Sendung. Herzlich Willkommen zu unserem Lokalmagazin aus Braunschweig.
Er ist eine Institution in Braunschweig. Geht es um die Stadtgeschichte oder, seine besondere Leidenschaft, die Landesgeschichte, kommt niemand an ihm vorbei. Leitender Direktor des Landesmuseums, Buchautor, treibende Kraft oder auch kritischer Beobachter bei vielen Aktivitäten zur Stadt der Wissenschaft, Kolumnist der Braunschweiger Zeitung, Lehrbeauftragter an der TU – lassen wir es gut sein mit der Aufzählung. Nun ist er auch noch Professor an der TU geworden. Die Rede ist natürlich von Professor Dr. Gerd Biegel. Jonas Ruggieri und Gerwin Bärecke waren bei seiner Antrittsvorlesung dabei.


Umwelt:

Braunschweig ist Stadt der Wissenschaft 2007, damit erzähle Gerwin Bärecke Ihnen natürlich nichts neues mehr. Die gesamte Veranstaltungsszene der Stadt kennt ja kaum noch andere Themen, und ziemlich viel Spektakuläres haben wir schon gesehen und werden wir auch noch sehen. Aber es gibt auch die wichtigen Themen, die so ein wenig in den Schatten der großen Events geraten. Die Nutzergruppe FUN-TV hat sich mehrerer dieser Themen angenommen und auch in der Sendereihe „Wissenswert“ vorgestellt. Wir haben jeweils kurze Beiträge übernommen und werden sie in dieser und den nächsten Sendungen in lockerer Folge vorstellen. Heute geht es um Recycling von Elektroschrott und Umweltradioaktivität.


Einsatzbereitschaft:

Ginge es nur nach Medienberichten, dann könnte man im THW, dem Technischen Hilfswerk, eine auf Katastrophenhilfe spezialisierte internationale Organisation vermuten. Ob bei der Tsunami-Katastrophe in Indonesien oder im Erdbebengebiet von Afghanistan oder Pakistan – sie gehören zu den ersten vor Ort. Aber das sind natürlich nur die spektakulärsten Einsätze, der Alltag ist das nicht. Überraschenderweise ist es nun so, dass gerade die, mit denen das THW oft zusammenarbeitet, nämlich Feuerwehren, Polizei, Katastrophenschutzbehörden oder die Bundeswehr, oft relativ wenig über das Potential dieser Organisation wissen. Um das zu ändern, hatte das THW zu einem Infotag in die Lindenhalle Wolfenbüttel eingeladen, um gerade dieses Potential vorzustellen. Kleine Bemerkung am Rande: 99 % der Arbeit des THW wird ehrenamtlich geleistet. Von Höhenrettung und Sprengvorführungen berichten Reinhard Wagner und Gerwin Bärecke.


Rhythmus:

Das Verb „to rap“ aus dem englischen läßt sich übersetzen mit „klopfen, meckern“ oder auch „Gefühle zeigen“. Aber auch als Abkürzung R. a. P. für Rhythm and Poetry steht die Buchstabenfolge für eine ganz bestimmte Art der Musik und den dazugehörigen Sprechgesang. Diese Musik ist Teil der Hip-Hop-Kultur und fasziniert oft sogar ganz nüchterne Leute, z. B. Informatik-Studenten an der TU Braunschweig. Vincent La Meefu ist ein solcher, er kommt aus Kamerun, lebte in Paris und studiert seit zwei Jahren in Braunschweig. Dort produzierte er ganz nebenbei ein Album, zu dem er die Texte und sein Bruder die Musik beisteuerte. Die Choreografie stammt von der Gifhorner Formation „Special Delivery“, und Martin Rohé hat das Stück „How it is“ aus dem Album in Bilder umgesetzt.


Rhythmus die zweite:

Er heißt Salu und kommt aus Angola. Seine Band und er spielen eine ganz eigene Mischung verschiedener Musikstile, und wenn in Braunschweig irgendwo ein Event ist, dann sind sie meistens dabei, wie, nur ein Beispiel, seinerzeit zur Eröffnung des neuen Tropenhauses im Botanischen Garten. Am 10. Juni gaben sie zum Frühschoppen im Gemeinschaftshaus Weststadt ein Konzert, Wolfgang Karbe und Jonas Ruggieri waren für uns dabei.


Traumtanz:

In vielen versteckten Ecken unseres Sendegebietes gibt es Kirschenplantagen, die Ende April oder Anfang Mai einen wunderschönen Anblick bieten, so auch am Berg Ösel bei Wolfenbüttel. Für uns heißt das allenfalls: mal hinfahren, anschauen, vielleicht eben noch ein nettes Foto - nächster Termin. In Japan ist das anders. Dort gibt es seit über 1000 Jahren die Tradition des „Hanami“, was einfach „Blüten betrachten“ heißt und doch viel tiefer geht als das bloße Anschauen. Die Braunschweiger Tänzerin Swetlana Lebold hat zu diesem Thema Elemente des Butoh-Tanzes choreographiert und zwischen den Kirschblüten am Berg Ösel getanzt. Das Konzept und die Musik dazu schrieb Stefan Meinhardt, und unter Mithilfe von Nicola Nauen, Sina Dybiona und Reinhard Wagner entstand der Film „Hanami“, ganz in der Tradition der japanischen Kirschblütenfeste. Lassen Sie sich verzaubern...


Blütenträume:

Bis zum 17. Juni lief auch in Braunschweig die diesjährige Woche der Botanischen Gärten. Die bundesweite Veranstaltung soll auf die Funktionen der Botanischen Gärten aufmerksam machen, die sehr vielfältig sind. So dienen sie als Erholungräume für die Menschen, sind Lehr- und Bildungsstätte für Studierende sowie Schulen und Kindergärten und kultivieren nicht zuletzt Pflanzen für die Forschung oder sind sogar selbst an der Forschung beteiligt.¶
Eine wichtige Aufgabe liegt daneben in der Erhaltung von Aussterben bedrohter Pflanzenarten, angesichts der aktuellen Diskussionen über Klimawandel und Artensterben sogar eminent wichtig. Dieter Stamm war für uns mit der Kamera im Botanischen Garten und schwelgt nur so in Formen und Farben...


An dieser Stelle der Kurznachrichtenblock:

- Lauf der Superlativbe
- Braunschweig Internationaäl
- Frühlingsfest Weststadt
- Rahmenprogramm NORD/LB Open



Impressionen:

Wie fast immer haben wir auch dieses Mal wieder zwei Ausflugstipps für Sie. Stefan Meinhardt war mit seiner Kamera in Wernigerode und hat dort Eindrücke gesammelt, und genau so hat er seinen kleinen Film auch genannt: Impressionen. Nun ist Wernigerode an sich schon sehenswert, eigentlich braucht man dort die Kamera nur in die Gegend zu halten. Aber Stefan wäre nicht Stefan, wenn er nicht etwas Besonderes draus gemacht hätte. Achten Sie mal auf den Schluß des Films, der ist wirklich genial gelöst.


Unverhüllt:

Sie hieß Kora und war eine Malerin aus Korinth, lebte im 7. Jahrhundert vor Christus und hat die erste überlieferte Darstellung des unverhüllten menschlichen Körpers aus Frauenhand gezeichnet. Mit einem Kohlestift hielt sie den Schatten ihres Geliebten fest, der von der aufgehenden Sonne an die Wand des Schlafgemaches geworfen wurde. Er musste an jenem Morgen in den Krieg ziehen. Heute ist das Thema Akt fast immer mit dem weiblichen Körper verbunden, und fast immer ist ein Mann der Künstler. Um so erfreulicher, dass in der aktuellen Ausstellung der Stubengalerie in Goslar auch vier Frauen zu Wort bzw. zu Bild und Skulptur kommen. Namen wie Chagall, Liebermann, Pechstein oder auch Picasso, die sich alle mit dem Thema Akt befasst haben, findet man ebenso wie Horst Janssen, Janosch oder Helge Leiberg. Denise Mittendorf, Kathy Steinmüller und Gerwin Bärecke waren vor Ort.



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